Welche Produkte sollten nicht in Ihren idealo-Feed?
Der Artikelpreis allein beantwortet das nicht. Entscheidend ist, was nach Einkauf, Versand und Klickkosten übrig bleibt.
1. Klickkosten pro Bestellung verstehen
Bei 0,51 € netto pro Klick und 2 % Conversion kostet eine erwartete Bestellung 25,50 € an Klicks. Das sind Beispielwerte; idealo nennt die geltenden Konditionen. Der Mindestumsatz in DE beträgt derzeit 20 € netto je Monat und wird mit Klickkosten verrechnet. Er wird nicht zusätzlich pro Artikel berechnet.
Eine Conversion von 2 % bedeutet rechnerisch eine Bestellung aus 50 Klicks. Bei 1 % wären es 51 € Klickkosten pro Bestellung, bei 4 % 12,75 €. Ohne gemessene Werte sollten Sie mindestens diese drei Szenarien vergleichen.
2. Einen echten Kostenansatz verwenden
Exportieren Sie in Shopify unter Produkte Ihre Produkt-CSV. Die Shopify-Dokumentation beschreibt die Spalten für Preis, SKU und Einkaufskosten („Cost per item“). Für die Rechnung brauchen Sie EUR-Bruttopreise und Netto-Einkaufskosten. Bei gemischten Steuersätzen teilen Sie den Katalog zunächst in passende Gruppen auf.
Ein 19,90-€-Artikel mit 6 € Einkaufskosten netto, 4,50 € Netto-Versandaufwand, 2 % Zahlungsgebühr und 0,30 € fixer Gebühr hat bei 19 % MwSt. etwa 5,52 € vor Klickkosten übrig. Bei 2 % Conversion und 0,51 € CPC bleibt ein rechnerisches Defizit von etwa 19,98 € je Bestellung. Das ist ein fiktives Rechenbeispiel, kein beobachteter Kundenverlust.
Beispiel mit allen Annahmen öffnen3. Erst prüfen, dann ausschließen
Eine negative Modellrechnung ist ein Prüfhinweis. Kontrollieren Sie SKU, Einkaufskosten, typischen Warenkorb und gemessene Conversion. Ein günstiger Zubehörartikel kann zusammen mit anderen Artikeln trotzdem sinnvoll sein. Der Sortimentspilot unterstellt eine Einheit pro Bestellung und erkennt diesen Warenkorbeffekt nicht.
Fehlen Daten oder ist eine SKU doppelt, schlägt das Werkzeug keinen Ausschluss vor. Es erzeugt auch keine Shopify-Importdatei und ändert keine Produkte.
4. Ihre Auswahl in Feedwerk anwenden
- Feedwerk in Shopify öffnen. Unter Einstellungen den Abschnitt Sortimentspilot aufklappen.
- Für einzelne Varianten: die selbst geprüften SKUs in das Ausschlussfeld einfügen, eine pro Zeile. Bis 500 Einträge; Groß-/Kleinschreibung zählt.
- Für eine Produktgruppe: ein bereits vergebenes Shopify-Tag als Freigabe oder Ausschluss hinterlegen. Mehrere Freigabe-Tags wirken als ODER; Ausschluss-Tags haben Vorrang.
- Optional einen Mindest-Bruttopreis setzen. Er wird pro Variante mit dem aktuellen Verkaufspreis verglichen.
- Speichern. Den vollständigen neuen Feedlauf und den Ausschlussbericht prüfen. Erst danach bei einer Migration die neue Feed-Adresse bei idealo hinterlegen. Bei null verbleibenden Angeboten auch im idealo-Konto kontrollieren, ob alte Angebote tatsächlich entfernt wurden; Feedwerk kann die Verarbeitung bei idealo nicht erzwingen.
Regeln sind nachvollziehbar und rückgängig zu machen
Ein Ausschluss wirkt nur im Feed. Shopify-Produkte, Preise und Bestände bleiben erhalten. Leeren Sie das jeweilige Feld und speichern Sie erneut, um die Regel aufzuheben. Tags und Preise werden bei Feedläufen neu gelesen; eine manuelle SKU-Liste muss bei neuen Erkenntnissen von Ihnen angepasst werden.
Feedwerk in Shopify 14 Tage testenDanach 9,90 USD je 30 Tage. Die CSV-Rechnung bleibt kostenlos.
Was die Software nicht entscheiden kann
Sie entscheidet nicht über Ihre Geschäftskalkulation, idealo-Zulassung oder den tatsächlichen Gewinn. Fixkosten, Staffelpreise, unterschiedliche Retourenquoten und Warenkorbverbünde brauchen eine ergänzende Betrachtung. Die Rechnung zeigt ihre Annahmen im exportierten Bericht, damit Sie oder Ihre Agentur sie nachvollziehen können.
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